Tag 33-45 Panama

Anzahl Tage: 13 (nur die Tage mit dem Büsli)
Gefahrene Kilometer: 2000 km
Preis pro Liter Diesel: ~0.50 CHF
Maximale erklommene Höhe: 3477 m
Dauer Zollübergang Panama-Costa Rica: 3.5h

Unsere Reise mit dem Büsli startete in Panama City und ging von da aus nordwärts in Richtung Costa Rica. Meistens werden wir auf der Panamericana unterwegs sein und von dort aus Abstecher in weitere Orte machen. Die Panamericana ist eine gut ausgebaute Strasse, welche Feuerland (ganz im Süden Südamerikas) mit Mexiko verbindet und 25’750 km lang ist. Die Strasse ist durchgehend, bis auf einen Abschnitt von 90km zwischen Kolumbien und Panama, dem sogenannten Tapón del Darién. Zwischen Kolumbien und Panama existiert nämlich überhaupt keine Strasse.

Übrigens tragen wir alle unsere besuchten Orte und unseren aktuellen Standort regelmässig auf der Karte unter dem Menu-Punkt „Standort“ ein.

Wir verlassen Panama über die imposante Stahlbrücke und sind gespannt auf unsere ersten Erlebnisse auf Panamas Strassen.

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Stahlbrücke über den Panamakanal

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Ananastransporter

Erste Übernachtung und Übernachtungsplätze


Die erste Nacht verbrachten wir bei einem Restaurant direkt am Strand in Santa Clara. Nach den zwei Tagen in Panama City ohne Dusche freuten wir uns sehr, endlich unter eine kalte Brause stehen zu können. Vor allem bei den 35°C, welche am Strand herrschten. Es ist interessant, wie einem alltägliche Dinge plötzlich eine grosse Freude bereiten können.

Diesen Übernachtungsplatz haben wir mit iOverlander gefunden. iOverlander ist eine Homepage (auch als App für iOS und Android verfügbar), auf welcher Übernachtungsplätze von Nutzern eingetragen werden können. Dies ist für Läder in Zentralamerika extrem wertvoll, denn Campingplätze gibt es hier nicht. Freies Campen ist in vielen Ländern zwar erlaubt, jedoch nicht unbedingt empfohlen. Wenn man einen Übernachtungsplatz besucht hat, kann man anschliessend seinen Kommentar auf iOverlander hinterlassen, und so weiss der Nächste, dass eine Übernachtung an diesem Platz immer noch möglich ist.

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unser erster Übernachtungsplatz direkt am Strand

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feiner Panamanischer Kaffee zum Zmorge

Bei Schweizern in Punta Chame


In unserem Reiseführer haben wir per Zufall gesehen, dass in Punta Chame guter Wind herrscht und es sogar eine Kitestation hat. Somit war unser nächstes Ziel klar. Natürlich wollte Manuel endlich gerne das mühsam mitgeschleppte Kitematerial nutzen. Als wir beim Eingang des Dorfer anhielten und uns auf der Karte eine Überblick verschaffen wollten, kam uns eine Frau entgegen und gestikulierte, wir sollen das Fenster herunter lassen. Etwas unsicher öffnten wir das Fenster und begrüssten die Dame mit einem „Hola“. Sie erwiederte: „Nei nei, ned Hola, hoi zäme!“ Es war eine Schweizerin, Katrin aus Basel. Sie lud uns gleich zu einem Bier bei ihr zu Hause ein. Bei ihr angekommen, lernten wir ihren Mann Roli und der Kollege Andi kennen. Beide beschäfigt mit Bauarbeiten am nebenstehenden kleinen Haus.

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Unser spontane Übernachtungsplatz vor dem Haus von Caty und Roli. Vielen Dank!

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Fiona, Caty, Roli, Andi und Manu

Der Zufall wollte, dass Roli und Andi passionierte Kitesurfer sind und wir am Nachmittag gleich zusammen zum Strand gingen. Eine coole Kitestation und guten Wind trafen wir an. Katrin blieb beim Haus und nach unserer Rückkehr wurden wir mit einem feinen Nachtessen verwöhnt. Übernachten konnten wir gleich auf ihrem Grundstück. Es war perfekt. Vielen Dank Roli und Katrin für eure Gastfreundschaft.

Schlussendlich fuhren wir nach zwei Nächsten und nochmals einer Kitesession weiter. Und sogar unser Kocher im Büsli funktionierte nun, denn mit Katrins Ortskenntnisse haben wir sogar eine Gasflasche gefunden, welche wir anschliessen konnten. Übrigens, Roli und Katrin bauen an einem Ferienhäuschen, welches in den nächsten Jahren fertiggestellt und anschliessend vermietet wird.

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Manu am Handwerkerln. Cathy und Roli bauen eine Cabina, die sie später an Touristen vermieten wollen. Somit ein Geheimtipp für alle Kite-Freunde

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Wiese zum Auf- und Abbauen des Kites

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Manu in Aktion

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viele Kiter am Strand von Punta-Chame

 

In den Bergen in El Valle


Nach dem warmen Punta Chame gings dann weiter nach El Valle in die Berge um ein bisschen abzukühlen. Hier haben wir den bekannten und natürlich touristischen Markt besucht und eine Wanderung unternommen.

Unser Büsli haben wir noch mit einem Haushaltpapier-Halter optimiert und Fiona befasst sich zur Zeit mit einer neuen Art der Wäsche-Aufbewahrung (siehe Fotos).

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Der Markt von El Valle mit viel Gemüse

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und Pflanzen

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und verschiedenen Souveniers. Die Tasche hat ein traditionelles Muster, eine sogenannte „Mola“. Diese aufwendig Kunst wird von dem Volk Kuna hergestellt, welches in Panama an der Atlantikküste und den vorgelagerten Inseln zu Hause ist.

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Der Panamahut wird traditionell von Männern getragen.

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Nach dem Motto „Ein Mann ohne Hut ist eben nur ein halber Kerl“

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Ein Musiker am Markt

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Ideenreich sind sie, so kann auch ein „Marktstand“ aussehen

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Die öffentlichen Busse in Panam sehen so aus, für weitere Strecken gibt es aber konfortable Reisebuse

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Ein schöner Ausblick auf der Wanderung

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Aussicht auf das Dorf El Valle, welches in einen Krater von einem Vulkan gebaut wurde.

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Santa Catalina und Nationalpark Isla Coiba


Weiter gings nach Santa Catalina, hier waren 2010 die Surf-Weltmeisterschaften. Somit hat es gute Wellen und viel Strand. Auf dem Übernachtungsplatz haben wir Cat und Jimmy kennengerlernt, sie sind aus den USA und seit ca. 1 Jahr unterwegs. Gespräche mit anderen Campern sind immer sehr interessant, so werden Tipps und Hilights ausgetauscht.

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Unterwegs auf der Panamericana, welche in Panama Interamericana heisst

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Kühe auf dem Weg zum Schlachthof, nicht ganz artgerechte Tierhaltung

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Ein Hostel in Santa Catalina

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Surfbretter für die guten Wellen

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Die einheimischen Surfer auf dem Weg zum Strand

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Ein Fischreiher auf Nahrungssuche

Von Sanat Catalina aus gingen wir auf die Isla Coiba. Das ist ein Nationalparkt, der noch beinahe unberührt ist. Dies, weil bis 1992 eine Strafanstalt mit bis zu 3000 Gefangenen auf dieser Insel war. Heute ist nur noch ein Gefangener auf der Insel. Er arbeitet im Touristen-Büro (die Strafe hat er natürlich unterdessen abgesessen). Seit 2005 wird der Nationalpark zudem auf der UNESCO-Welterbe-Liste geführt.

Das Treiben am Strand kurz vor der Abfahrt unseres Bootes war interessant anzusehen. Viele Tauchboote wurden mit Material beladen, Motorräder und Autos direkt vom Lastwagen mit Sprit betankt und viele Einheimische waren einfach nur da, um dabei zu sein.

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Die Vorbereitungen für die Ausflüge zur Isla Coiba laufen auf Hochtouren

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Unterwegs mit dem Boot

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Um diese kleine Insel sind wir geschnorchelt und haben ein schönes Riff und jede Menge Tiere wie Riff-Haien, Schildkröten, Baracudas, Aale, Moränen und grosse Fischschwärme gesehen.

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Ein Krebs mit Häuschen…

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…krabelt heraus.

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schöne Aussicht von einem hoch gelegenen Aussichtspunkt

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Durchgeschwitzt, aber zufrieden

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Ein traumhafter Strand auf der Isla Coiba zum Abschluss des Tages

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Mit vielen Palmen

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Spuren eines Krokodils verglichen mit einem Fuss. Gesehen haben wir es zum Glück nicht, denn wir tranken unser Bier in unmittelbarer Nähe.

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und auf der Rückfahrt haben wir noch viele Delfine beobachtet

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Nachtwanderung auf den Vulkan Barú in Boquete


Der seit langem nicht mehr aktive Vulkan Barú ist der höchste Berg Panamas mit einer Höhe von 3477m. Wir wollten den Sonnenaufgang auf dem Vulkan sehen und machten uns um 00:00 zu Fuss auf den Weg. Zusammen mit einem Paar aus Luxemburg und einem Guide starteten wir auf einer Höhe von 1800m. 14km war der Weg hinauf, und den mussten wir auch wieder zurück. Aber vorerst dachten wir ans hochlaufen.

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Ausgerüstet mit ausreichend Verpflegung, Wasser und Stirnlampe kamen wir gut voran. Die Müdigkeit war gar nicht so stark zu spüren und die Beine liefen im Dunkeln fast noch besser, denn man konnte nie sehen wo das Ziel war.

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nach 6km

Es begann bereits langsam zu dämmern, als wir knapp vor dem Gipfel waren. Knappe sechs Stunden waren wir bereits unterwegs und beinahe am Ziel. Auch die letzten Meter kletterten wir noch hinauf und kamen gerade noch rechtzeitig, um den Augenblick zu geniessen.

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die letzten Meter waren steil und erforderten auch Schwindelfreiheit

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Nach zwei Stunden Aufenhalt machten wir uns auf den 14km langen Rückweg. Zu Beginn ging es noch ganz gut, aber je länger man unterwegs war, desto mehr zeigte sich der fehlende Schlaf und auch die Kraft liess anmählich nach. Der Weg war steinig und steil und immer öfter glitt man auf den losen Steinen beinahe aus.

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Nach vier Stunden Abstieg hatten wir es geschafft. 28km und 1700 Höhenmeter hattten wir hinter uns gebracht. Wir waren müde und stolz.

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Geschafft!

 

Erste Grenzerfahrung


Nach beinahe zwei Wochen in Panama machten wir uns am 15. März frühmorgens auf den Weg, um die Grenze nach Costa Rica zu überqueren. Unser Ziel war, möglichst früh an der Grenze zu stehen, denn üblicherweise hat es dann weniger Leute und die Überquerung geht schneller von statten.

Um 7.45 standen wir am Zoll in Panama und bereits 45 Minuten später konnten wir zum Costa-Ricanischen Zoll weiterfahren. Und dies obwohl der Herr, welcher unsere Abreise zum Schluss noch bestätigen musste, uns plötzlich fragte, warum denn die Fahrräder nicht auf dem Auto-Bewilligungs-Papier stünden (keine Ahnung, was Fahrräder mit einer Fahrzeug-Bewilligung zu tun haben). Da ich ihm dies auch nicht erklären konnte, verschwand er für 10 Minuten und liess uns warten. Nach seiner Rückkehr unterschrieb er etwas genervt das Ausfuhr-Papier und liess uns anschliessend passieren.

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Grenze Panama

Das Prozedere am Zoll in Costa Rica zog sich dann aber in die Länge. Zuerst Stempel in den Pass für die Personen-Einreise, dann diverse Formulare für das Auto ausfüllen, Versicherung abschliessen, Auto desinfizieren lassen, dann von allen Dokumenten Kopien anfertigen (in einem Kopiergeschäft gleich gegenüber) und zum Schluss mit allen Dokumenten nochmals anstehen, damit die Einfuhr-Erlaubnis erstellt werden kann. Da zur gleichen Zeit noch eine grosse Reisegruppe mit diversen Wohnmobilen am Zoll war, mussten wir lange anstehen. Nach 2h 45 Minuten konnten wir dann aber nach Costa Rica einreisen. Wären nicht so viele Leute vor uns in der Schlange gestanden, wären wir um einiges schneller gewesen. Trotzdem waren wir überrascht, wie gut die Überquerung funktioniert hatte. Hoffen wir, dass dies auch beim nächsten Mal so sein wir.

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Erstellung der Fahrzeugpapiere in Costa Rica

Lustigerweise wurde das Auto bei der Einreise nach Costa Rica nicht einmal auf den Inhalt kontrolliert. Lediglich das Nummernschild und die Fahrgestell-Nummer hat der Herr überprüft.

Weitere Impressionen


Kurzes Video von einer Strand-Strasse in Las Lajas

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Übernachtungsplatz in Las Lajas

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Morgenessen am Strand

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in Boquete haben wir ein Kanadisches und ein Deutsches Paar getroffen

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Der Kanadier Alex und die Holländerin Marjolein

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auf die Wäsche wartend

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on the road

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Wir geniessen die vielen Früchte sehr. Melone, Papaya und Ananas…

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…ergeben ein tropisches Birchermüesli

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Knoblauch-Toastbrot und ein Bier zum Apero

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Omelette

 

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