Tag 116 – 171 USA

Anzahl Tage: 56
Gefahrene Kilometer: 11’400 km
Preis pro Liter Diesel: 0.68 CHF
Dauer Zollübergang Mexiko – USA: 1 h

Sowohl in den europäischen, wie auch in den lokalen Medien ist viel über die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA zu lesen. Und nicht nur das, auch unterwegs gerät man immer wieder in Kontakt damit. Sei es auf der Strasse wo man die blauen «Bernie 2016» Aufkleber an vielen Autos sieht, in den Städten wo Wahlkampfveranstaltungen stattfinden oder auch in Gesprächen mit Amerikanern. Mit ihnen über Politik zu sprechen ist ja immer so eine Sache, das wussten wir, und waren deshalb auch oft zurückhaltend bezüglich diesem Thema. Interessanterweise kam es aber oft schnell zur Sprache. Schlussendlich sprachen wir mit einigen Leuten über Hillary, Trump und Co. und keiner befürwortete die Wahl Trumps zum Präsidenten. Wo sind dann alle die Trump Sympathisanten? Vielleicht sind das jene, die nicht mit uns sprachen oder die Leute trauen sich dies nicht zu sagen. Die Trump Gegner äusserten sich jedoch ziemlich extrem, was es für sie bei einer Wahl Trumps zum Präsidenten heissen würde. Die einen meinten sogar, dass dies ein Grund zum Auswandern sei.

Trotz all den politischen Spielchen im Land, die USA hat viel zu bieten. Die wunderschöne und abwechslungsreiche Natur ist einzigartig. Die bekannten Nationalparks haben schon viele gesehen, aber es gibt auch weniger bekannte und vor allem weniger überlaufene nette Orte. Wir möchten nachfolgendend die bekannten Nationalparks nur kurz thematisieren und dafür mehr Einblick in die weniger bekannten Orte geben. Total waren wir für nicht ganz zwei Monate in den USA unterwegs, drei Wochen davon mit Manuels Mutter Angie. Wir genossen die zwei Monate in den USA, es gibt jedoch viel mehr zu sehen, als wir besuchen konnten. Zu entscheiden wo man hingehen will, ist teilweise gar nicht so einfach.

 

Die bekannten Sehenswürdigkeiten


 

Joshua Tree National Park (NP)

 

Grand Canyon NP


Dank ein bisschen Glück ergatterten wir eine Bewilligung für eine Übernachtung unten im Grand Canyon. Die Herausforderung an der Wanderung ist nicht unbedingt die Distanz, sondern die grosse Hitze. Tagsüber wird es unten im Canyon bis zu 40 Grad heiss.
Über den Kaibab Trail liefen wir frühmorgens in den Canyon hinunter (12km, 1500 Höhenmeter) und am nächsten Morgen über den Bright Angel Trail (14km, 1400 Höhenmeter) wieder hoch. Für die Wanderung nach oben liefen wir bereits um 5.15 Uhr los, um der grossen Hitze zu entgehen.


Horseshoe Bend
Der Horseshoe Bend ist eine hufeneisenförmige Felsformation, die vom Colorado River umflossen wird. Ein coolesFoto Objekt.

2016-06-01 USA (332)

der Horseshoe Bend


Monument Valley
Im Monument Valley hatten wir einen wunderschönen Übernachtungsplatz mit Blick auf die Tafelberge. Die abendliche Fahrt durch das Tal bei tiefem Sonnenastand verstärkte die Farbe des roten Gesteins umso mehr.


Arches NP

 

Bryce Canyon NP

 

Yosemite NP
Der Yosemite National Park ist nach dem Grand Canyon der meistbesuchte National Park der USA. Dies merkten wir vor allem am Abend, als wir beim Rausfahren über eine Stunde Stau hatten. Die Berge, Seen und Wasserfälle sind einzigartig und erinnerten uns auch ein bisschen an die Schweiz.


Sequoia NP
Die Sequoia Trees (auf Deutsch: Riesenmammutbaum) sind Bäume, welche bis zu 100m hoch und über 3000 Jahre alt werden können. Der Stamm ist bereits bei jungen Bäumen sehr dick und wird von einer faserigen Borke umhüllt. Diese dient zum Schutz vor Feuer, denn die Samen der Bäume werden nur durch Feuer oder grosse Trockenheit entlassen. Ein Feuer begünstigt zudem das Keimen der jungen Bäume, da der Mineralboden freigelegt ist die Lichtbedingungen besser sind.

 

Highway 1
Auch den bekannten Highway 1 fuhren wir hinunter und sahen viele schöne Buchten, Klippen und Strände.

Weniger bekannt, aber genauso schön (oder noch schöner)


 

Valley of Fire – heiss und rot


Lake Tahoe – auf 1900 Meter über Meer
Der Lake Tahoe liegt auf 1900 m ü.M. und ist für sein klares Wasser bekannt – die Berge rundum laden zum Wandern ein. In Truckee dürfen wir bei amerikanischen Freunden, Sarah und Chris, einige Tage hausen. Natürlich hatten wir gute Burger und gemütliche Abende zusammen.

 

Crater Lake NP – Vulkan Krater mit Wasser


Hood River – Bike und Kite Paradies
Die Columbia River Gorge ist eine Schlucht, durch welche der Columbia River fliesst. Durch Thermik entsteht ein sehr zuverlässiger Wind, was „The Gorge“ zu einem bekannten Platz für Wind- und Kitesurfer macht.

Auch zum Biken ist die Region bekannt. Im Post Canyon gibt es zahlreiche Trails.

 

Mono Lake und Panum Crater – ungewöhnliche Formationen


 Lassen Volcanic NP

 

Mount Shastina, Mount Hood, Mount St. Helens

 

Unser Campingleben


Nach Mexiko und Zentralamerika, wo es keine offiziellen Campingplätze gibt, freuten wir uns auf die Campingplätze in den USA. Aber es ist nicht so leicht wie erwartet. Es gibt zwar viele Campingplätze, aber speziell an Wochenenden sind diese von Einheimischen belagert, klar die Amerikaner lieben campen. Deshalb wurde es oft zu einer Herausforderung einen zahlbaren Platz zu finden (es gibt Campingplätze, da zahlt man über 100 Dollar pro Tag). Wir kommen nicht drum herum einige Male wild zu campieren, was immer auch ein Erlebnis ist.

Städte der USA


 

San Diego
San Diego ist eine schöne, ruhige und gemütliche Stadt.

 

Los Angeles
In Los Angeles haben wir die Universal Studios besucht und sind in die interessante Filmwelt eingetaucht.

 

Las Vegas und Lake Mead
Wie alle wissen: In Las Vegas ist es heiss, es wird gepockert, gut gegessen und in pompösen Hotels übernachtet. Für uns fühlte sich das Ganze wie eine Traumwelt an. Wir verbrachten drei amüsante Tage hier. Nur unser Büsli hechelte wegen der Hitze (45°C) vor sich hin. Der kleine Makel wurde aber schnell gefunden und in kurzer Zeit von der VW- Liebhabergarage geflickt.

 

Las Vegas ist eine Stadt mitten in der Wüste. Da kommt der Gedanke schnell auf, wie die das wohl mit dem Wasser machen. Tatsächlich gibt es eine grosse Wasserproblematik in Teilen der USA. Die Wasserspiegel der Seen zeigen das deutlich. Der Lake Mead ist ein Stausee in der Nähe von Las Vegas und versorgt unter anderem Las Vegas mit Süsswasser. Der Wasserspiegel des Lake Mead ist in den letzen Jahren um über 30 Meter gesunken, wie gut auf den Fotos zu erkennen ist.

Uns kam sofort der Gedanke, dass wohl die vielen Hotels in Las Vegas das meiste Wasser brauchen. Dies ist aber keineswegs der Fall, denn die Hotels sind bezüglich Wasserverbrauch stark optimiert und recyclen auch oft das Wasser. Den grössten Wasserverbrauch verzeichnen die Privathaushalte aufgrund ihrer nicht dem Klima angepassten Gärten. Die Problematik ist bekannt, deshalb wird seit neustem versucht die Leute mit einem finanziellen Bonus davon zu überzeugen, ihre Gärten mit Wüstenpflanzen, statt mit Golfrasen zu bepflanzen.

 

 

San Francisco
Ohne Nebel!

 

Portland
Das Bierbrauerstädtchen.

 

Seattle
Die letzte Stopp bevor es nach Kanada geht.

 

Amerikanisch!
Wie in jedem Land amüsieren wir uns an verschiedenen Sachen, so auch in den USA.

Nach den USA ging es weiter nach Kanda, wo wir unsere letzten Wochen verbringen werden. Wir haben noch einige Kilometer vor uns, denn wir müssen durch ganz Kanada fahren, um unser Büsli in Halifax am Hafen abgeben zu können. Wir freuen uns nun auf die vielen Berge, Wälder, Seen und Bären in Kanda. 🙂

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