Tag 172 – 222 Kanada

Anzahl Tage: 51
Gefahrene Kilometer: 8’672 km
Preis pro Liter Diesel:  0.75 CHF
Dauer Zollübergang USA – Kanada: 1 h

Kanada war das letzte Land, welches wir mit unserem VW Bus bereisten, nachdem wir bereits 8 Länder durchquert und über 22’600 km zurück gelegt hatten. Es sollten aber nochmals viele Kilometer dazukommen, denn wir passierten die Grenze zu Kanda an der Westküste in Vancouver und unser Ziel war Halifax an der Ostküste.

Gleich zu Beginn bekamen wir Gesellschaft von Christoph, einem Studienkolleg von Manuel. Wir hatten eine tolle Zeit, genossen die Abwechslung sehr, gingen mountain-biken, wandern und fischen. Da wir uns Vancouver bereits bei unserem letzten Kanada Besuch vor zwei Jahren angeschaut hatten, fuhren wir dann zusammen direkt nach Vancouver Island

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Vancouver Island

Die Insel erreicht man mit einer Fähre ab Vancouver in weniger als zwei Stunden. Die Insel ist ein beliebtes Ferienziel für die Kanadier, denn das Meer ist verhältnismässig warm, es gibt schöne Strände, viele Walen in den Gewässern und diverse Freizeitbeschäftigungen. Wenn man jedoch die schönen und teilweise menschenleeren Strände in Mexiko und auch in den USA gesehen hat, relativiert sich das ein bisschen. Uns hat vor allem das Beobachten der Wale fasziniert und das Lachsfischen.

 

Kanada ist bekannt für die riesigen Lachse. Weil das Fischen vom Ufer aus nicht erfolgsversprechend ist, gingen wir mit Capitan Gerry mit aufs Fischerboot. Tatsächlich zieht Christof ein 6 kg Lachs raus und wir sind für die nächsten Tage mit feinem Lachs versorgt. Ein so riesiger Fisch zu fischen war ein Erlebnis.

 

Ab Victoria buchten wir eine Whalewatching Tour in einem Zodiac. Eingepackt in Ganzkörper-Anzügen fuhren wir zuerst der Insel entlang und anschliessend etwas ins Meer hinaus, um den Walen möglichst nahe zu sein. Die Orkas waren teilweise nur wenige Meter vom Boot entfernt. Ein unvergessliches Erlebnis.

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British Columbia und Alberta

In den beiden Provinzen British Columbia und Alberta liegen die bekannten Rocky Mountains. Ein Gebiergszug von über 4500km Länge, der von den USA bis nach Kanada reicht. Die Berge sind im Winter bekannt für traumhafte Skiabfahrten und im Sommer ideal zum Biken, Wandern, Klettern und beheimaten auch viele Bären.

 

Wir waren viel mit Rucksack und Wanderschuhen unterwegs, um die Natur so richtig geniessen zu können. Man muss jedoch vorsichtig sein, denn hinter jeder Ecke könnte ein Bär stehen. Die Bären sind grundsätzlich eher scheu und nicht am Menschen interessiert, wenn man sie überrascht, können sie aber dennoch gefährlich werden. Deshalb ist es ratsam, beim Wandern immer Geräusche zu machen. Zudem trugen wir immer einen Bär-Spray mit uns, das ist eine Art Pfefferspray mit grösserer Ladung, um im Notfall dem Bären eine Ladung zu verpassen. Zu Einsatz kam er aber glücklicherweise nie.

The Chief

 

Joffre Lakes

 

Iceline Trail im Yoho Nationalpark

 

Zweitageswanderung zum Ribbon Lake

Wir rüsteten uns aus um eine Zweitageswanderung zu machen. In Kanada gibt es viele Outback Campingplätze. Das sind oft die schönsten Plätze, dies wollten wir auch erleben. Die Wanderung zum Ribbon Lake und dann zum Buller Pass hoch war wunderschön, es gab sogar noch eine kleine Kletterpartie. Ganz alleine zelteten wir auf dem Campingplatz und genossen es mitten in der Wildnis zu sein. Das Aufstehen war hart, da es in der Nacht kalt wurde und wir im Zelt froren. Aber das Lagerfeuer am Morgen brachte schnell eine gute Stimmung.

 

Waterton Nationalpark

 

Biken in Squamish, Whistler und Golden

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Bären ganz nah

In Kanda wird man vielerorts von Bären gewarnt, denn sie können teilweise auch nahe an die Zivilisation kommen. Die Abfalleimer sind durch einen speziellen Schliessmechanismus gesichert und auf den Campingplätzen ist man angehalten, das Essen entweder in den Bären-Boxen oder falls nicht vorhanden, im Auto zu verstauen.So machten wir das natürlich auch immer, nur gesehen haben wir nie einen Bären. Wir dachten bereits, dass sei ein bisschen übertreiben, bis wir ein einmaliges Erlebnis hatten.

Eines morgens als Fiona aufstand und ein paar Schritte zum nahegelegenen See machen wollte, hörte sie ein Knacken im Wald, nur wenige Meter von unserem Büsli entfernt. Da man den möglichen Bären trotzdem noch im Hinterkopf hat, drehte sie um und kam zurück ins Auto. Wir schauten dann gespannt aus dem Auto, glaubten nicht wirklich dass das ein Bär gewesen sein soll und waren überrascht, als nur wenige Sekunden später ein Grizzli Bär 5m von unserem Auto entfernt durch den Wald trottete. Er zeigte absolut kein Interesse an uns und war dann auch nach ein paar Minuten wieder verschwunden.

Im Jasper- und Banff-Nationalpark konnten wir sowohl Schwarz-, als auch Grizzybären aus nächster Nähe von unserem Auto aus beobachten.

 

Von Westen nach Osten

Wie riesig Kanada wirklich ist, haben wir gespürt als wir auf den Strassen unterwegs von Westen nach Osten waren. Hier sind wir einige 1000 km in wenigen Tagen gefahren. Die Landschaft ist flach, es gibt keine Berge mehr. In den Provinzen Manitoba und Saskatchewan gibt es nicht viel ausser Getreidefelder und in Ontario gibt es nur Seen und Bäume, dafür aber tausende davon.

Unterwegs im Osten Kanadas

 

Zu Besuch bei Freunden am Georgien Bay

Marjolein und Alex haben wir zu Beginn unserer Reise in Panama kennengerlernt. Sie wohnen in Kanada und reisen mit ihrem Camper im Winter in Mexiko, Zentralamerika und bald auch durch Südamerika. Es war schön sie wieder zu treffen und uns auszutauschen, es gab vieles zu erzählen. Wir genossen die drei Tage bei ihnen und den Tagesausflug mit dem Trimaran in die Georgien Bay. Vielen Dank Marjolein und Alex.

 

Kanufahren im Algonquin Provincial Park

Kanufahren mögen die Kanadier sehr, vor allem in Ontario. Hier könnte man wochenlang mit dem Kanu unterwegs sein ohne zwei Mal denselben See überqueren zu müssen. Dies liessen wir uns nicht entgehen. Wir mieteten ein Kanu im Algonquien Provincial Park, packten unser Zelt und paddelten mit dem Kanu los. Zu Beginn noch etwas im ZickZack, dann ging es aber immer besser. Zum Kanufahren gehört auch das „Portaging“, denn zwischen den Seen ist nicht immer ein genügend tiefer Bach vorhanden. Das bedeutete jeweils das Kanu auszuräumen und das Material inkl. Kanu zu buckeln. Unser längstes Portaging war fast zwei Kilometer lang, das war dann doch recht anstrengend (für Manuel) mit dem Kanu auf den Schultern. Wir überquerten einige Seen und waren oft ganz alleine unterwegs.

 

Hopewell Rocks

 

Lunenburg und Peggys Cove

Schöne Städte im Osten Kanadas

Sehr schöne Städte mit einer kolonialen Vergangenheit sind im Osten Kanadas zu finden.

Ottawa
Die Hauptstadt Kanadas besitzt markante Regierungsgebäude, eine von Hand betriebene Kanalschleuse und hat eine sehr hohe Polizeipräsenz.

Montreal
Die Promenade am Fluss, die vielen Künstler in den Gassen, das Olympia Areal von 1976 und die Formel 1 Strecke haben uns gefallen.

Quebec
Fast schon ein bisschen kitschig wirkte Quebec. Die alten Häuser und die Stadtmauer sind perfekt bis ins Detail renoviert.

 

Büsli Abgabe in Halifax und Halifax Stadt

Der Tag ist gekommen, wir müssen unser zuverlässiges Büsli im Hafen von Halifax, Kanada abgeben. Von hier wird das Auto nach Hamburg verschifft. Dies dauert ungefähr 2.5 Wochen. Vor der Abgabe war jedoch räumen und putzen angesagt. Die Abgabe ging problemlos über die Bühne. Den Rest vom Tag nutzten wir um uns Halifax anzuschauen.

 

Schnappschüsse aus dem Camperleben

 

Vamos a Cuba

Die letzten zwei Wochen unserer Reise sind wir mit Rucksack und Bus in Kuba unterwegs. Wir freuen uns auf die Karibik und hoffen, das Spanisch noch nicht ganz verlernt zu haben.

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Hasta Luego!

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